Der Tag

Echte Flammen und große Technik: Grillen ist Freiheit pur!

GrillenGrill2016

Deutschland ist „das“ Grillerland – das hört und liest man immer wieder. Und gerade jetzt im Sommer bietet es sich ja auch wirklich an. Grillen steht für rauchigen Geschmack, für Geselligkeit, für frische Luft, kurzum für Freiheit pur. Unabhängig davon, wo wir den Grill anschmeißen: zu Hause auf dem Balkon (da ist glaube ich ist nur der Elektrogrill erlaubt?!), auf der Terrasse, im Garten, im Park.

Es ist wie ein kurzer aber gewaltiger und beeindruckender Ausbruch aus dem Alltag hinein ins (Griller-)Paradies, wo noch alles in Hülle und Fülle vorhanden ist: Steaks, Würstchen, Hühnchen, Fisch, Kartoffeln, Brot und Grillkäse.

Sehr vielfältig ist neben den Grillgütern und -orten auch die Getränkeliste: Bier, Wein, Softdrinks, Cocktails oder einfach nur Wasser. Bei den Beilagen ist neben so gängigen und altbewährten Lebensmitteln wie Brot und Salat in allen Variationen (Kartoffel-, Nudel- , grüner Salat etc.) besonders bei den Saucen und Dips seit langem sehr viel Kreativität mit im Spiel. Und auch verführerische Nachtischkreationen finden ihren Weg immer häufiger auf die Grillertafel.

Mann und Frau und Grillen

Und wie sieht es mit den beteiligten Personen aus? Hier wird es interessant. Zum einen geht es da um die Grillgeräte selbst und somit um die technische Ausstattung des Grillens. Und auf der anderen Seite wird sich gesorgt um die „Vielfalt in Auswahl und Zubereitung der Grillspeisen und die Gestaltung und Dekoration der Grilltafel“.

Das Technische – Technik und offenes Feuer – ist das Fachgebiet von uns Männern. Der Webergrill ist nicht umsonst eines der beliebtesten Männerspielzeuge (s. Umfrage von 2011 oben ). Der Grund ist ganz klar in der ausgefeilten technischen Ausstattung mit Apps und Pipapo zu suchen. Und die Sorge um das ganze Drumherum, die Vielfalt und Dekoration ist nun eindeutig eine Frauendomäne.

„Der Leidenschaftliche liebt Grillen und kein Wetter der Welt hält ihn davon ab“

Für Männer scheint beim Grillen seit Urzeiten nur ein Lehrsatz zu gelten: Mann=Technik + Feuer unter freiem Himmel. Nicht mal die UNO könnte etwas daran ändern. Und damit auch wir „domestizierten“ Männer mal wieder mit unseren Wurzeln in Berührung kommen, halten unsere Frauen auch meistens beharrlich daran fest.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe auch ich den Dreh beim Grillen endlich raus und mich in meine gesellschaftlich vordefinierte Rolle als Griller eingefügt. Meine Frau unterstützt mich zwar nach wie vor mit Verbesserungsvorschlägen, ich halte mein Basiswissen jedoch für so ausreichend, dass man mich nachts wecken könnte und ich im Nu den Grill aufgebaut, die Holzkohle in Brand gesetzt und das Grillgut auf den Grillrost gelegt hätte.

Mein schlichtes aber erfolgreiches Rezept: 1. viel Geduld, 2. ausreichend Holzkohle, Spiritus und Grillanzünder (Aufpassen!) 3. viel Geduld 4. ausreichend Luft fecheln und 5. viel Geduld – das ist alles!

Zwei kritische Anmerkungen – siehe Textanfang – zum Schluß. Erstens: ich habe bisher nur sehr wenige Grillpartys erlebt, nach denen die Mehrheit der Partygäste nicht hoffnungslos „überfressen“ nach Hause wankte, nicht ohne auch noch sehr imposante Fleisch-, Salat- und Brotberge zurückzulassen, die die Gastgeberfamilie in der Folgewoche vertilgen musste.

Und zweitens: das Gros der Essenszubereiter am Grillfeuer vereinsamt erbarmungslos, während die Gespräche an der Grilltafel immer lebhafter und bunter werden. So bleibt dem Armen oft nichts anderes übrig als mindestens nochmal die fünffache Menge Bier, mit der er das Grillgut beträufelt, vor Ort selbst zu trinken. Hier brauchen wir ein neues soziales Verantwortungsmodell  😉 😉 😉 😉

  1. Das neue soziale Verantwortungsmodell beginnt mit der Aufforderung an den Griller, seinen Grill näher am Tisch aufzubauen! 😊

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