Unterwegs

Flug verpaßt – lean back and enjoy!

ZürichAugust2017AufschriftBecherSwissair

„Lean back and enjoy“ – teurer Kaffee in Zürich!

Es gibt ja so Tage und Ereignisse. Lange passiert nichts und es geht gut – na ja – weitesgehend, d. h. man kommt beim Reisen oder Unterwegssein ungefähr so an, wie man es sich vorgestellt und geplant hat. Dabei sind Dinge wie 30 Minuten später die Reise starten oder den Anschlusszug nicht bekommen nicht tragisch.

Also, das ist der Normalfall und ich bin wirklich der Letzte, der verlangt, dass alles perfekt läuft

Aber dann – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten – auf einmal befindest Du Dich richtig tief drin im Schlamassel.

So erging es uns letzte Woche auf dem Weg nach Zürich und auch wieder zurück nach Berlin. Wir hatten den Kurztripp so gut  – fast perfekt kann man sagen – geplant. Freitag früh sollte es um 8.30 Uhr losgehen. Mit dem Flieger von Berlin Schönefeld nach Zürich- Kloten.

Um Viertel nach 10 an diesem Freitag wären wir in Zürich-Kloten angekommen und um 12 hätten wir bereits gemeinsam mit Tante und Onkel am Kaffeetisch gesessen.

Schon 2 Tage später, am Sonntag, hätten wir mittags um 13.30 Uhr den Rückflug antreten sollen.  Zwei ganze intensive Tage mit der Familie also. Das war der Plan.

Wäre – hätte – sollte…

Ihr ahnt, dass daraus in dieser Form nichts wurde. Wobei – wir hatten es tatsächlich annähernd perfekt geplant:

Denn, um ja am Freitag rechtzeitig 2 Stunden vor Flugstart am Flughafen Schönefeld zu sein, fuhren wir sogar schon am Donnerstag Abend nach Berlin-Schönefeld und übernachteten dort in Flughafen-Nähe in einem Ibis-Budget.

Als wir dann in der Tat um 6.30 Uhr– der Flieger sollte um 8.30 Uhr starten – am Flughafen standen, staunten wir nicht schlecht: unser Flieger sollte sich um 3 Stunden verspäten!

Abflug 11.30 Uhr. 3 Stunden! Die Frage: wie das sein kann, war nur kurz auf unseren Lippen, dann machte sich Resignation breit und die Hoffnung, dass wir am Ende vielleicht doch nur 1 oder maximal anderthalb Stunden warten müssten.

Tatsächlich warteten wir 3 Stunden, die wir mit Kaffee trinken und Smartphone-Nutzung verbrachten. Als wir dann abflugbereit im easy-Jet-Flieger saßen, wandte sich unser Kapitän mit sehr persönlichen Worten an uns:

die 3stündige Verspätung habe ihre Ursache in den verspäteten Flügen des Vorabends. Wegen des schon für den BER aktiven Nachtflugverbots hätten einige Maschinen mit Ziel Berlin-Schönefeld nach 23 Uhr gar nicht nicht mehr hier landen dürfen, sondern wären nach Rostock und Hannover umgeleitet worden.

Um die Fluggäste wieder nach Schönefeld zu bringen, habe man die Vormittagsstunden an diesem Tag benötigt. Auch wenn wir die 3 stündige Verspätung nicht gutheißen konnten, die engagierte Erklärung und Entschuldigung des Kapitäns besänftigte uns. 

In Zürich angekommen, lief alles nach Plan mit der Weiterfahrt, sodass wir eben nicht um 12, dafür aber um 15 Uhr am Ziel waren. Im Endeffekt alles kein Problem!

Auch die Rückreise 2 Tage später war im Grunde genommen perfekt eingetütet. Rechtzeitig waren wir am Flughafen, sogar sehr zeitig passierten wir die Sicherheitskontrolle.

Aber dann taten wir etwas für uns sehr Ungewöhnliches!

Da unser Gate fußläufig sehr weit weg war von der Sicherheitskontrolle und uns schon auf dem Weg dahin angekündigt wurde, dass es am Gate keine Verpflegungsmöglichkeiten mehr gab, drehten wir spontan wieder um, um die Wartezeit bis dahin in einer dieser zentral gelegenen Kaffeebars zu verbringen.

Kurz vor 13 Uhr – unser Flug sollte um 13.30 Uhr starten – machten wir uns auf den Weg zum Gate, aber – als wir da ankamen, war schon alles geschlossen. Natürlich hatte ich das mal irgendwo gelesen, dass man bei easy-jet-Flügen spätestens 30 Minuten vor dem Abflug am Gate sein muss. Auf unseren letzten Flügen mit dieser Airline waren die Flieger jedoch meistens verspätet oder – wir hatten tatsächlich frühzeitig in der Nähe des Gates Platz genommen, da es da in der Nähe Kaffee und weitere Verpflegung gab.

Natürlich waren wir irritiert! Was sollten wir tun? Wann würden wir wieder zu Hause sein?

„Den Flug umbuchen“ sollten wir. Das hört sich einfach und kostenneutral an. War es jedoch nicht!  135 E. pro Person am nächsten Morgen mit easy jet und 200 E. p. Person 3 Stunden später mit der swissair.

ZürichAugust2017SwissairBlickausFenster

Wir bissen in den sauren Apfel und entschieden uns für die swissair, einfach auch aus dem Grund, da wir am Montag morgen wieder Termine hatten. Wermutstropfen: swissair fliegt in Berlin nur Tegel an. Egal.

Erstmal losfliegen und ein freies Getränk, Eis und die wunderbare swissair-Schoggi genießen. Die Leckereien versöhnten uns wieder ein wenig mit der Welt und ließen uns auch die Taxikosten von ca. 50 Euro für den Taxitransfer zwischen Tegel und Schönefeld in einem milderen Licht erscheinen.

Als wir dann nach einer weiteren 2 stündigen Autofahrt vom Flughafen Schönefeld aus unser Zuhause endlich gegen 21 Uhr an diesem Tag erreichten, stellten wir beide einmütig fest: „Das war ein teurer Kaffee, den wir da in Zürich tranken“!

  1. Das Geschehen wurde hier eindeutig geschönt dargestellt! 😎 Mir liegt dieser teuerste Kaffee unseres Lebens immer noch ein wenig schwer im Magen…!

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