Momentaufnahme

Keiner da in Naypyidaw – Größenwahn in Myanmar

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Keiner da in Naypyidaw!

Es war nicht geplant, dass wir Naypyidaw, die seit 2005 offizielle Hauptstadt Myanmars, überhaupt sehen würden während unserer Reise.  Es war der 16. August 2015 und wir – 2 Freunde, unser Fahrer „Joe“ und ich – hatten tags zuvor in Mawlamyaing (Moulmein) im Südosten entschieden, weiter über die 300 km von Yangon entfernte Planstadt in den Norden zu reisen.

Ob für Naypyidaw nun sprach, dass wir die „Geisterstadt“ direkt über den Highway – den Yangon-Mandalay-Expressway – erreichen konnten oder was auch immer – ich weiß es nicht mehr!

Ich befrage mein Tagebuch vom 16. August 2015:

„Joe (unser Fahrer) ist etwas sauer, da wir am Abend vorher mehr oder weniger 8 Uhr verabredet hatten. Es geht dann wohl über die 8 und Payagyi auf den Highway AH 1. Dieser Highway ist im Grunde genommen leer. Nur ab und zu wird man von schnellen Autos überholt, die wahrscheinlich auch in die neue Hauptstadt Naypyidaw wollen. Dann immer auch wieder Bauern oder mal eine kleine Gruppe von Landarbeitern, die das Gras zwischen den Fahrbahnen stutzen. Plötzlich dann auch ein ganze Kolonne von Neuwagen ohne Kennzeichen, die sicherlich auch in die Hauptstadt wollen.“

Unwirkliche Geisterstadt

In Naypyidaw angekommen, ist es tatsächlich so, wie wir es gelesen hatten. Man muss es ganz einfach mal erlebt haben.

Wieder mein Tagebuch:

„N. ist eine richtige Geisterstadt auf einer Fläche 5 mal so groß wir Berlin. Joe fährt uns erstmal durch die Stadt über endlos lange und unglaublich breite Straßen, auf denen kein Auto zu finden ist. Auch an den Straßen sehen wir keinen. Unser Hotel „Pleasant Mountain“ liegt sehr abgelegen. Da eingecheckt, werden wir mit einem Golfwagen noch einen weiteren Kilometer zu unseren Hotelzimmern auf dem Gelände gefahren.“

Die Bilder zeigen die ebenfalls leere 8 / 16 spurige Prachtstrasse vor dem Parlament. Absolut unwirklich!

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