Weit und breit

Nie wieder Steuerklärung!

Nie wieder allein Steuererklärung

Jetzt reichts! Das Faß ist übergelaufen! Und es gibt kein Zurück mehr, soviel steht fest. Ich werde die Steuererklärung ab sofort nicht mehr ohne fachkundige menschliche Hilfe machen!

Dabei setzte ich mich in den letzten Jahren immer erwartungsvoll und mit Vorfreude an die alljährlich Einkommenssteuererklärung. Das findet Ihr komisch? Mmmmh, das haben mir tatsächlich auch schon mehrere Leute gesagt.

„Wie kann man denn sowas gut finden?“

Ich will das erklären! Also, was ich nicht schön gefunden hätte – sich mit  Blanko-Steuererfassungsbögen, dicken Ratgeberbüchern und unzähligen Papierbelegen aus dem Vorjahr nichtsahnend und -erwartend an die Arbeit zu machen. Eine wirklich schlimme Vorstellung!

Vor mehr als 10 Jahren entdeckte ich dann aber eine Steuersoftware, mit der alles super leicht von der Hand ging und eben auch Spaß machte!

Allein die grün leuchtende Rückerstattungssumme rechts unten im Onlineformular zu sehen, motivierte mich ungemein: mal hier und da was eingeben auf der Plattform und schon verändert sich auch die Gesamtsumme – in der Regel zum Besseren. Großartig!

Ein virtueller Steuerprüfer ließ mich kreativ werden:

„Sie haben noch keine Angaben für Büromaterial erfaßt. Einige Finanzämter akzeptieren pauschal bis zu 110 Euro pro Person ohne Belege!“

Gesagt, getan und wieder wuchs die grüne Rückerstattungssäule!

So machte das Spaß. Sobald ich die ersten Steuerunterlagen im Jahr hatte, fing ich an, mich mit der Einkommenssteuer zu beschäftigen. Und war dann Ende Januar / Anfang Februar fertig mit allem. 4 Wochen später hatten wir das Geld auf unserem Konto.

Nie wieder allein Steuererklärung – der Wendepunkt!

Ich kann nicht genau sagen, seit wann meine Begeisterung fürs Steuererklären abnahm? Wahrscheinlich, seitdem der Rückerstattungsbetrag immer geringer wurde und wir dann auch mal nachzahlen mussten. Irgendwann fing ich einfach an, zu schieben.

„Wenn ich bis Ende Mai Zeit habe, muss ich mir doch im Januar noch keinen Streß machen. Dann reicht auch noch Mitte Mai anzufangen!“

Auch in diesem Jahr schob ich „die Geschichte“ von Woche zu Woche vor mir her. Und als ich mich dann letzten Samstag in die Steuerklausur begab, war ich guter Hoffnung, dass ich nach 1 bis 2 Stunden fertig sein würde.

Doch weit gefehlt! In meinem Kopf tummelten sich immer mehr irritierende Begriffe:

  • Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale
  • Altersentlastungsbetrag
  • Absetzung für Substanzverringerung
  • Anschaffungsnaher Herstellungsaufwand
  • Erklärung zur gesonderten Feststellung
  • Teileinkünfteverfahren

Hallo? Auch, wenn mich das im Einzelnen nicht betraf, ich fühlte mich einfach nur belästigt und wollte mich nicht mehr mit solchen Dingen beschäftigen. Und schon gar nicht einen ganzen Samstag dafür opfern.

„Damit ist jetzt definitiv Schluß! Ich gebe die Steuerklärung in fachliche Hände!“

Dieser Satz stand plötzlich vor meinem inneren Auge und verschaffte mir eine wohlige Erleichterung. Mit 50 Jahren darf ich das, einfach aus dem Bauch entscheiden!!

Wie ist das bei Euch? Macht Ihr Eure Einkommenssteuererklärung auch selbst? Und geht es Euch dabei (noch) gut? 

  1. Sehr richtig! Und wie jemand Kluges neulich sagte: das ist bewusst eingesetzte Vernebelungstechnik. Die Leute so verwirren, dass sie nur noch das Nötigste machen und dadurch so manche Steuervorteile verpassen.

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