Momentaufnahme

„Ooki desu, ne!?“ – 30 Jahre und wie neu

UweYukatamitGuertel2017

„Ooki desu, ne!?“ – 30 Jahre und wie neu! 

Unglaublich! 30 Jahre liegen zwischen diesen beiden Fotos. Und man könnte fast meinen, dass zwischen dem einen und dem anderen kein großer Unterschied ist. Zumindest nicht beim Kleidungsstück. Bei der Person schon, die darin steckt!

Letzte Woche kam es mir durch Zufall wieder in die Hände.  Es hatte sich von einer Schutzhülle umhüllt in meinem Kleiderschrank versteckt.

Das Kleidungsstück ist ein sogenannter Yukata, ein traditionelles japanisches Gewand aus Baumwolle, das mir eine japanische Großmutter während eines Japan-Urlaubes auf meinen langen Leib maßschneiderte. Das muss 1986 oder 1987 gewesen sein.

Ich weiß noch, wie mein langer Leib (1,91 Meter) damals regelmäßig für Heiterkeit sorgte.

Auf den langen Leib maßgeschneidert

Immer wieder hieß es „Ooki desu, ne?!“ (Groß, nicht!?“), wenn ich gemeinsam mit meinen japanischen Gastgebern auf der Straße unterwegs war und wir auf Bekannte trafen. Eine bessere Gesprächseinleitung schien es nicht zu geben und ich habe das Spiel ganz brav mitgespielt. Was blieb mir denn auch anderes übrig?

Auf jeden Fall war es ein besonderes Angebot, das mir die ältere Dame da gemacht hatte, die ebenfalls eine Bekannte meiner Gastgeber war.  Ein traditionelles japanisches Gewand und das in meiner Größe!

Der Stoff und das Muster waren festgelegt nach meiner Erinnerung. Einmal wurde dann Maß genommen, vielleicht noch ein zweites Mal kontrolliert und schon ging es zur finalen Anprobe.

Die Schneiderin hatte zu diesem Zweck noch andere japanische Großmütter zu sich eingeladen, die sich den langleibigen Yukata-Träger gern mal ansehen wollten.

Natürlich wieder „Ooki desu, ne!?“ Ich probierte das gute Stücke an. Es saß perfekt und wir machten ein Gruppenfoto:  „Der lange Uwe im Kreise dreier kleiner japanischer Großmütter“. Leider habe ich das Foto nicht mehr. Ich könnte mich wirklich schwarz ärgern!

Als ich den Yukata letzte Woche nun aus seinem Schutzmantel befreit hatte, blieb da noch etwas Schweres wie ein kleines Paket in der Hülle zurück. Nachdem ich das herausgefummelt hatte, war auch dieser Teil der Erinnerungen wieder da. Genau, der Gürtel (Obi)!

Aber da war doch was!?

Ach ja, den Gürtel exakt zu binden, das habe ich bisher nicht wirklich geschafft. Auch diverse Anleitungen konnten mich nicht auf den richtigen Weg führen.

1988 (s. Bild oben) wurde es mir noch einmal gezeigt, allerdings ohne Erfolg!  Und ja – ich habe den Yukata seitdem nicht wieder getragen (Schande!).

Zum Glück kann ich ja heute das Internet befragen, wie man einen Obi richtig bindet. Das ist voll mit Anleitungen!

Gesagt, getan! Und jetzt sitzt auch der Gürtel richtig! Naja, fast 😉 😉

UweYukatamitGuertel2017

  1. Diesen schönen Yukata solltest Du wirklich öfter mal wieder tragen! 🙂

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