Unterwegs

Südostasien im März – gut gestartet in Phnom Penh!

Phnom Penh erster Tag Entenbraterei Stand

Den Überblick verschaffen…der Flug nach Bangkok

Ich hatte schon fast vergessen, wie wichtig es ist, den Überblick beim Fernreisen zu behalten. Über die ganzen Dinge, die man so in seinen Taschen verstaut. An welcher Stelle auch immer.

Im Flieger nach Bangkok war das plötzlich extrem wichtig geworden für mich. Wo sind die für den fast 11stündigen Flug unverzichtbaren Dinge hingekommen? Die kleine Kulturtasche mit den Utensilien zum Frischmachen, die Zahnbürste und Zahnpasta, die Taschentücher?

Auch die Powerbank! Damit das Smartphone schon aufgeladen ist, wenn ich am Zielort aus dem Flieger steige. Ohne dass es da wieder sofort an den Strom will.

Und wo habe ich die weiteren Must-Haves untergebracht? Das Headset fürs Smartphone, das Nackenkissen, die Schlafmaske etc.

Tempel Wat Pnomh Phnom Penh Kambodscha

Wat Phnom in Phnom Penh

Wenn man diese Kleinstdinge zwar irgendwo verstaut hat, nur nicht weiß, wo genau, dann sind sie bald auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Meine Erfahrung!

Weil sie sich z. B. in irgendeiner Hosentasche verstecken, auf der ich gerade sitze. Und an die ich nicht herankomme, da der mit dem Nachbarplatz verhuddelte Sicherheitsgurt mich auf meinem Kleinstplatz wie gefangen hält.

Selbst wenn ich den Gurt lösen könnte, hätte ich keine Chance! Ich bin so perfekt in die Nachtdecke eingewickelt, dass mich da keine 10 Stewardessen wieder rausbringen.

Keine Frage: Dass und wie man seine Sachen übersichtlich während einer Reise verstaut, muss immer wieder neu eingeübt werden. Ein Prozeß, der in diesem Jahr von neuem bei mir begann und auch mit der Ankunft in Phnom Penh noch nicht abgeschlossen war.

Trotz meiner Ein- und Umgewöhnungsprobleme – ein herzliches Dankeschön an Thai Airways! Die 2 Mahlzeiten, die auf der Strecke Frankfurt – Bangkok im A380-800 serviert wurden, waren ausgewogen und lecker. Und es ist schon zu bewundern, wie durchdacht und platzoptimiert die Cateringverantwortlichen die Speisen und Getränke auf dem Minitablett anordnen und die Crew sie ohne größere Reibungsverluste serviert und wieder abräumt.

Den Überblick behalten – im Airport in Bangkok

Auch beim Transfer in Bangkok und bei der Ankunft am Flughafen in Phnom Penh konnte man leicht den Überblick verlieren.

Schuhe ausziehen und Hosengürtel ablegen. Und alles Kleinzeug raus aus den Taschen in die Körbe, die auf Verdächtiges durchgecheckt werden.

Immer wieder eine Herausforderung für mich: das ganze Kleinstzeug nach dem Sicherheitscheck unter Zeitdruck da unterbringen, wo es war (oder wo ich gerade einübe, dass es da den Rest der Reise bleiben soll).

Und die Sache mit dem Hosengürtel – sie kann gut gehen oder aber auch nicht! Wie oft sieht man gürtelberaubte Männer bei dem Versuch scheitern, ihre „letzte Würde“ zu bewahren, d.h. ihre Hose irgendwie am Leib zu halten. Das hat schon etwas Komödiantisches.

Tempel Wat Bangka Mönchskleider Phnom Penh

Mönchskleidung am Tempel Wat Langka in Phnom Penh

...und Phnom Penh

In Phnom Penh mussten wir in der Ankunftshalle unseren Visumsantrag ausgefüllt und mit Reisepass und einem Passbild abgeben. Die Reisedokumente verschwanden hinter einer Theke und wanderten durch die Hände von 8 (!) Ernst dreinblickenden Beamten.

Am Ende dieser Prüfprozedur hielt der Schlussbeamte die einzelnen Reisepässe hinter der Schalterscheibe hoch, damit wir wartenden Touristen uns dem jeweiligen Dokument selbst zuordneten. Hier gab es einige Verwechslungen, da wir aus der vorgeschriebenen Distanz zum Schalter gar nicht richtig erkennen konnten, wessen Paß da gerade präsentiert wurde.

Eintauchen in eine Metropole

Nachdem der Phnom Penher Airport uns dann endlich aus seinen Fängen freigegeben hatte, verbrachten wir im vorbestellten Taxi noch ca. 1 Stunde stockend durch den späten Vormittagsverkehr. Unser Ziel: das Hotel Villa Lanka.

Phnom Penh Straßenszene Schachspieler Schach

Schachspieler am Night-Market in Phnom Penh

Irgendwann schlief ich erschöpft im Taxi ein. Ich registrierte weiter das Geschehen auf der Straße und die Gespräche meiner Mitreisenden. Als ich schließlich wieder gestärkt aufwachte, hatte ich das Gefühl, mindestens 3 Stunden geschlafen zu haben. Es sollen nur 10 Minuten gewesen sein, meinten meine Mitreisenden!

Endlich sind wir da…

In der Villa Langka folgten 2 Stunden komatösen Schlafs. Als ich aufwache, war ich für 5 Minuten einfach nur irritiert von der Hitze (über 30 Grad) und der Helligkeit. Gern hätte es meine innere Uhr jetzt dunkler und kühler. Stattdessen brechen wir auf und stürzen uns ins Getümmel der Metropole mit ihrem unverwechselbaren Sound.

Dem Singsang der überschwänglich lächelnden Menschen, die an ihren winzigen Verkaufsständen den ganzen Tag über Geröstetes, Suppen, Obst und andere Waren verkaufen.

Den zahllosen Tuk-Tuks, deren Fahrer besonders kreative Verhandlungsstrategien beherrschen („1 Dollar ist OK, 2 wären besser!“). Und den hupenden und quietschenden Mopeds auf den Straßen.

…und angekommen in Kambodscha

Neben der Hitze, dem Sound und den Menschen Phnom Penhs überwältigen mich besonders die Gerüche. Sie sind eine Mischung aus den unterschiedlichsten exotischen Gewürzen und Gerichten der Garküchen. Aber auch der Abgase und dem leicht Süßlich-fauligem der Abwässer.

Welcome Cambodia!

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